St. Johannes Evangelist-Kirche . Die Gemeinde

1856 wurden die Gemeinden Philippus-Apostel und St. Johannes-Evangelist als Abtrennungen von der Sophiengemeinde gegründet. Der Ausbau der Friedrich-Wilhelm-Stadt erforderte eine eigene Kirche; von dem immer noch sehr mitgliederstarken Sophien-Sprengel wurde zusätzlich das Gebiet zwischen Ziegel- (heute Tucholsky-) Straße und Friedrichstraße der neuen Johannes-Evangelist-Gemeinde zugewiesen.

Eine eigene Kirche gab es zunächst nicht. 1859 wurden durch private Initiative eine Kapelle und ein Pfarrhaus auf dem Grundstück Auguststr. 90 gebaut. Auf diesem Grundstück entstand 1898/1900 die heute noch stehende Johannes-Evangelist-Kirche.

Ihr Pfarrsprengel war von vornherein sehr knapp bemessen, als die City-Bildung um 1900 auch die nördliche Friedrichstraße erfasste und die Wohnbevölkerung verdrängte, nahmen die Gemeindezahlen weiter ab.

Im Zweiten Weltkrieg traf eine Brandbombe den straßenseitigen Ziergiebel der Kirche und den bis dahin vorhandenen hohen Dachreiter. In den fünfziger Jahren erfolgte die Wiederherstellung (ohne Dachreiter) und 1957 konnte die Gemeinde wieder in die Kirche einziehen.

Die kleine Gemeinde, durch zahlreiche Ruinen und Brachflächen stark dezimiert, wurde im Jahre 1978 unter die drei Nachbargemeinden aufgeteilt, die Rechtsnachfolge und damit der Besitz der Kirche wurde auf die damalige Sophiengemeinde übertragen. Zu diesem Zeitpunkt war die Nutzung der Kirche durch einen Mietvertrag schon an die Humboldt-Universität übertragen, die hier ein Büchermagazin einrichtete. Nur noch bei wenigen alten Gemeindegliedern lebt heute noch die Erinnerung an St. Johannes-Evangelist.

Die Lage der Kirche auf einer Google-Map / Satellitenansicht

Fotogalerie auf den Seiten des Kulturbüro SOPHIEN

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