Die Baugeschichte

St. Elisabeth. Zeichnung 1907. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts waren im Norden Berlins außerhalb der Stadtmauern neue Vororte herangewachsen, die 1806 zur alten Sophiengemeinde eingepfarrt wurden. Aufgrund der raschen Vergrößerung der Gemeinde beschloss König Friedrich-Wilhelm III. im Jahre 1828 den Bau von zwei Kirchen: eine im Wedding und eine vor dem Rosenthaler Tor (die spätere St. Elisabeth-Kirche). Als sogenannte Immediatsbauten wurden sie vollständig aus der Privatschatulle des Königs finanziert, der dadurch den vollen Einfluß auf das Baugeschehen hatte. Er beauftragte Karl Friedrich Schinkel, ganz einfache Kirchen ohne besondere Verzierungen und ohne Türme zu bauen.
St. Elisabeth. Foto 1938. Schinkel legte fünf großartige Entwürfe zur Auswahl vor, mit denen er seiner Ansicht nach "die wesentlichen Hauptformen für evangelische Kirchen" erschöpft hatte. Im September 1830 wurde als Erstes mit dem Bau der Kirche vor dem Rosenthaler Tor begonnen und nach einigen Bauunterbrechungen und Vereinfachungen wurde sie am Sonntag, den 28. Juni 1835 eingeweiht. Es handelte sich um einen einfachen Hallenbau mit einem Portikus, einer halbrunden Apsis und mit eingestellten, "amphitheatralischen" Holzemporen. Die Treppen, der Glockenturm und die Sakristei waren als Türme in die Ecken des Innenraumes gestellt.
St. Elisabeth. Foto 2000. Da statt der zweiten großen Kirche auf dem Wedding drei kleinere gebaut wurden (St. Nazareth, St. Paul und St. Johannes), ist St. Elisabeth die einzige aus der ursprünglichen Reihe der großartigen fünf Kirchenentwürfe.

Die Lage der Kirche auf einer Google-Map / Satellitenansicht

Fotogalerie auf den Seiten des Kulturbüro SOPHIEN

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