Spätere Veränderungen am Kirchenbau der Sophienkirche

Die Sophienkirche von Osten, mit dem Ziergiebel von 1893. Postkarte, um 1920. 1833 erhielt die Sophienkirche ihren Sakristeianbau an der Südseite (Baumeister J.Chr.F. Moser). Im Inneren der Kirche wurden Altar und Kanzel an die östliche Schmalseite verlegt und das zweite Emporengeschoss beseitigt.

Eine wirklich tief greifende Veränderung des Kirchenschiffs erfolgte 1892 (Architekten: F. Schulze, Kyllmann & Heyden, K. Berndt). Entsprechend den nun gewandelten Kirchbauvorstellungen wurde im Osten ein gesonderter Altarraum geschaffen, indem seitliche Treppenhäuser und vermittelnde Zwickelräume einen "Chor" umschließen. Die Raumdecke wurde erhöht und mit Stichkappen und einer Voute gegliedert, die Emporen massiv ausgeführt. Die Erneuerungen gingen damals sehr weit; vom Kirchenschiff blieb tatsächlich nur das nackte Mauerwerk erhalten. Die Kirche erhielt bereits 1892 eine Heizung und ? damals ganz neu ? elektrische Beleuchtung.

Im Zweiten Weltkrieg wurden die farbigen Fenster zerstört, ansonsten gab es keine größeren Schäden. 1960?62 erfolgte eine gründliche Renovierung der Kirche. Die heutige Raumfassung in Grün, Weiß und Grau (eine "gemäßigte Moderne") entstand damals. 1975/76 erfolgte eine Turmreparatur mit völlig neuem Abputz.

Die Lage der Kirche auf einer Google-Map / Satellitenansicht

360Grad-Ansichten

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