Kriegsschäden, ihre Beseitigung und spätere Restaurierungen

Golgatha-Kirche heuteAm 23. November 1943 erlitt die Golgatha-Kirche bei einem Bombenangriff schwere Schäden. Sämtliche Fenster wurden zerstört und große Teile des Gewölbes sowie des vorderen Giebels durchschlagen.

Dagegen blieben Altar, Kanzel, Taufstein, Glockenstuhl mit Glocken und großteils auch Gestühl und Orgel erhalten. Die drei Predellen am Altar waren nach dem Krieg nicht mehr auffindbar.

Im Oktober 1949 konnte die Golgatha-Kirche nach Beseitigung der größten Schäden wieder ihrer Bestimmung übergeben werden.
Die bemerkenswert schnelle Wiederherrichtung der Kirche gelang nicht vollständig. Ein großer Riss im Gewölbe blieb bestehen, der hohe Giebel an der Straßenfront und der Aufgang zum nördlichen kleinen Nebenturm wurden nicht wiederhergestellt und ein beachtlicher Teil der Innenausmalung war einer neuen Verputzung gewichen.

Im Winter 1965 konnte nach mühsamer Beschaffung der finanziellen Mittel eine umfangreiche Renovierung durchgeführt werden: Der Innenraum der Kirche wurde, abgesehen vom roten Farbton der Bänder und Gurte, einheitlich weiß ausgemalt. Kirchbänke und Empore erhielten einen blauen Farbton - entsprechend der Farbgebung der neuen Fenster, die als gelungenster Teil der Renovierungsarbeiten von 1965 gelten. Des weiteren wurde die Beleuchtung der Kirche erneuert, indem die meisten der eisernen Lampen ersetzt wurden.

In den neunziger Jahren konnten endlich, nun auch gefördert durch Mittel des Bundes, die beträchtlichen Schäden, die der Krieg am Dach der Golgatha-Kirche hinterließ, angegangen werden. Im Jahre 2000, also zum hundertsten Jubiläum der Golgatha-Kirche, waren die Sanierungsarbeiten am Turm sowie die Erneuerung des Daches über dem Langhaus abgeschlossen.

 

Die Lage der Kirche auf einer Google-Map / Satellitenansicht

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